Die Loge „Wahrheit und Einigkeit zu den 7 vereinigten Brüdern“ wurde am 18. Oktober 1815 von sieben Brüdern, die vorher alle in anderen Logen tätig waren,  in Jülich gegründet.

Mindestens eines der Gründungsmitglieder war bereits vorher Mitglied der von 1802 – 1805 in Jülich existierenden französischen Militärloge gewesen. Erster Meister vom Stuhl wurde Freiherr von Creilsheim. Alle Gründungsmitglieder gehörten bis auf eine Ausnahme dem Militär an, auch später überwog lange die Zahl der Militärs in der Jülicher Loge.

Die Loge gehörte, da Jülich seit 1812 preußisch war, einer der 3 altpreußischen Großlogen an, und zwar der „Großen National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln“. Nachdem zunächst in der Herrenstraße entsprechende Räumlichkeiten angemietet waren, erhielt die Loge später einige  Räume in der Zitadelle, die sie aber 1850 wieder verlassen mußte.

Die Mitgliederzahl war zwischenzeitlich bis auf 150 angewachsen. Bereits 1852 erwarb die Loge ein eigenes Haus in der Grünstraße.

herrenstrasse
gruenstrasse

1934 wurden alle Logen in Deutschland aufgelöst, dies betraf auch die 3 altpreußischen Großlogen. 1949 trafen sich nur noch 6 ehemalige Mitglieder der Jülicher Loge, um die Wiederaufrichtung zu beschließen. Unterstützt wurden sie von 7 Brüdern der damals schon existierenden Loge „Vorwärts“ aus Mönchengladbach.

Für das 1934 enteignete Grundstück in der Grünstraße erhielt die Loge nur eine sehr geringe entschädigung. Erst 1956 wurde als erster Meister vom Stuhl der wiederaufgerichteten Loge Bruder Fritz Eunicke gewählt. Die Loge schloss sich der humanitären Großloge der alten, freien und angenommenen Maurer von Deutschland an, die mit über 9.000 Mitgliedern die größte Großloge in Deutschland ist.